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Bedarfsgesteuertes Playback bei Storyline 360 - Articulate 360

Verfasst von Ralf Baum am Do, 03/16/2017 - 08:50

E-Learning-Module auf dem mobilen Endgerät immer in der richtigen Darstellung anzeigen lassen, das war bei Storyline 2 noch nicht möglich, und entsprechend oft war zu sehen, daß Lerner sich über die richtige Position ihres Smartphones im Unklaren waren. Vielleicht war das E-Learning-Modul für das Hochformat gedacht, um z.b. die natürlich Smartphone-Haltung zu unterstützen.
Oder ein anderes Szenario: Der Lerner steht in der U-Bahn. Mal kurz den Winkel des Smartphones gewechselt und schon dreht sich die Darstellung und unter Umständen kann man die Elemente nicht mehr so gut erkennen oder gar die Texte nicht mehr richtig lesen. Also muss man das mobiles Endgerät wieder drehen.
Das ist auf die Dauer etwas nervig; umso besser, daß Storyline 360 die Option anbietet, die Darstellung in der gewünschten Ansicht zu sperren. Der Fachterminus hierfür heißt: Bedarfsgesteuertes Playback

Wie kann man das bedarfsgesteuerte Playback bei Storyline 360 aktivieren?

1) Sie sehen neben den fünf Vorschau-Buttons am rechten oberen Bildrand noch ein kleines Zahnrad-Icon.

Klicken Sie also zuerst auf dieses Icon und es öffnet sich eine Application mit Namen „Bedarfsgesteuertes Playback“

2) Hier haben Sie nun für Tablets und Smartphone die Möglichkeit, die Darstellung vor Beginn an festzulegen.

3) Die Standardeinstellung hier ist: Quer- und Hochformat. Das heisst, je nachdem wie der Lerner das Endgerät dreht, wird das Training angezeigt.
Die weiteren Anzeigemöglichkeiten:
Nur Querformat: Die Inhalte werden lediglich im Querformat angezeigt, unabhängig davon, wie das Endgerät gedreht wird.
Nur Hochformat: Die Inhalte werden lediglich im Hochformat angezeigt, unabhängig davon, wie das Endgerät gedreht wird.

Fazit: Aus meiner Erfahrung eine sehr nützliche Weiterentwicklung. Auf Tablets wirkt die Formatverschiebung etwas irritierend, aber hindert den Lerner nicht am Weiterlernen. Wenn auf einem Smartphone ein im Querformat konzipiertes Lernmodul „hochkant“ angezeigt wird, dann kann der Lerner eventuell nichts erkennen und wird unter Umständen ganz aus seiner Lernroutine gerissen.

Bilder austauschen in Articulate Storyline

Manchmal sind es die kleinen Änderungen, die dem E-Learning-Ersteller viel, viel Zeit rauben. Es sollen beispielsweise nur ein paar Bilder im Articulate Storyline – Projekt ausgetauscht werden, weil sich die Bilderwelt der Abteilung jetzt ändert. Jetzt gibt zwei Möglichkeiten: Am Anfang steht immer die Holzhammermethode: Man notiert die Größen sowie x und y – Werte der jeweiligen Bilder. Als nächstes löscht man die Bilder und fügt die neuen Bilder ein. Die neuen Bilder sind (natürlich) nicht in der richtigen Größe, sondern müssen jetzt in mühevoller Handarbeit auf jeder einzelnen Folie ausgetauscht werden. Das ist prinzipiell nicht verkehrt, aber leider sehr zeitaufwändig. Jede Grafik separat anpassen, da geht viel Zeit verloren. Aber keine Sorge, es gibt eine andere Lösung. Eine wesentlich zeitsparendere Lösung.

Wie kann man in Articulate Storyline am einfachsten Bilder austauschen?

Eigentlich ist ja ganz einfach; zumindest dann wenn man weiss, wie es geht:

Storyline - Bildaustauschen - Ursprungsfile

Zuerst klicken Sie auf das Bild, das ausgetauscht werden soll.
Sie sehen nun, dass oben eine Einblendung namens „Bildwerkzeuge“ angezeigt wird. Diese Anzeige bedeutet, daß Sie bereits im Format-Tab sind.

Storyline - Bildaustauschen - Tab

Blicken Sie nun auf die linke obere Seite des Bildschirms. Dort sehen Sie den „Bild ändern“ – Button. Dieser Button hat die Funktion, daß das eingeblendete Bild durch ein anderes Bild an gleicher Position mit gleicher Größe und Formatierung ausgetauscht werden soll. Dann probieren wir das mal aus. Klicken Sie also auf diesen Button.

Storyline - Bildaustauschen - ausfuehren

Es öffnet sich nun der Windows-Explorer und Sie können nun das neue Bild auswählen. Danach klicken Sie auf „Öffnen“ und wir schauen nach was passiert.

Storyline - Bildaustauschen - getauschtes Bild

Hurra, es hat funktioniert. Das neue Bild ist mit gleicher Größe an gleicher Position wie das Vorgängerbild positioniert worden.
Achtung: Wenn Sie das Ursprungsbild bereits in Storyline zugeschnitten haben, dann wird dieser Trick nicht mehr richtig funktionieren.

Hochgestellte Zahlen in Articulate Storyline

Verfasst von Ralf Baum am Di, 02/28/2017 - 13:22

Fragt man eine beliebige Person nach dem Satz des Pythagoras, so ist die Chance sehr groß, daß die richtige Antwort erfolgen wird. Schließlich zählt diese Gleichung zum Wichtigsten, was man in Mathematik – Klasse 9 lernt. So einfach und schnell sich diese Gleichung an eine Schultafel schreiben lässt, so kompliziert erscheint das mathematische Gebilde erst mal in Articulate Storyline 2. Denn sehen Sie auf den ersten Blick eine Funktion, mit der Sie Zahlen hochstellen können?
Auf den ersten Blick nicht; aber die Funktion existiert, sie ist nur etwas versteckt.

Hochstellen einer Zahl:

1) Schreiben Sie zuerst die Daten in eine Textbox. Tragen Sie die Zahlen ganz normal ein. In unserem Beispiel heisst es: a2 + b2 = c2

2) Markieren Sie die Zahl, die hochgestellt werden soll.

3) Klicken Sie unterhalb der Schriftart-Buttongruppe auf das kleine Pfeil-Icon.

4) Als nächstes öffnet sich ein Pop-Up und Sie können hier unter "Effekte" mit einem Klick auf die entsprechende Checkbox die ausgewählte Zahl hochstellen.

5) Das machen Sie nun auch für die anderen Zahlen der Gleichung und wenn Sie dann einen Blick auf die Bühne werfen, werden Sie sehen, daß die Gleichung nun ordnungsgemäß angezeigt wird.

Dem Satz des Pythagoras oder noch komplexeren Formeln und Gleichungen steht nun nichts mehr im Wege.

Absätze in Articulate Storyline einblenden

Verfasst von Ralf Baum am Mo, 02/20/2017 - 08:21

Vielleicht kennen Sie folgende Situation aus eigener, leidvoller Erfahrung: Sie haben einige Bullet Points eingefügt und wollen diese synchron zu einem Audio einblenden. Jetzt stellt sich heraus, daß die Situation doch wesentlich komplizierter ist, als man ursprünglich gedacht hat. Denn ein Textfeld mit 5 Bullet Points blendet sich auf einmal ohne Absatz ein. Das hilft Ihnen natürlich nicht weiter, denn Sie wollen die Bullet Points zeitversetzt einblenden. Die Holzhammermethode wäre jetzt 5 Textboxen zu erstellen, diese können vertikal verteilt werden und passend linksbündig adjustiert werden. (Tip: In diesen Blogbeiträgen lernen Sie, wie man die Elemente verteilt und auch wie Elemente bündig adjustiert werden)

Aber Sie merken bereits beim Nachvollziehen der Holzhammermethode, daß so sehr viel Anpassungsarbeit erforderlich ist. Also schauen wir uns die einfachere Methode an.

Wie kann man Absätze und Bullet Points am einfachster zeitversetzt einblenden?

Zuerst markieren Sie alle Elemente, die zeitversetzt eingeblendet werden soll.

Klicken Sie anschließend auf Animationen.

Bisher ist keine Animation eingestellt, deshalb sehen Sie beim Button "Eingangsanimation" die Animation "Keine".

Als nächstes entscheiden Sie sich für eine "Eingangsanimation". Sehr empfehlenswert finde ich die Eingangsanimation "Verblassen". So blenden sich die Bullet Points unaufdringlich ein. Ich persönlich rate von zu experimentellen Eingangsanimation ab, weil diese den Lerner eher vom eigentlichen Lerninhalt ablenken.

Soweit ist alles in Ordnung und nicht wirklich überraschend, aber im nächsten Schritt müssen Sie auf das Dropdown-Menü "Effektoptionen" klicken. Es öffnet sich eine große Auswahl an Effektanimationen. Sie wählen in der Rubrik "Sequenz" den Eintrag "Nach Absatz" aus.

Diese Funktion splittet nun jede Zeile mit einem Umbruch in ein eigenes Element auf. Schauen Sie nun auf die Zeitleiste unten. Neben Ihrem bisherigen Textfeld ist jetzt ein kleines Dreieck (englischer Fachausdruck = Triangle) sehen.

Wenn Sie jetzt auf diese kleine Triangle klicken, werden Sie bemerken, daß sich in der Zeitleiste etwas ändert. Genau, Sie sehen jetzt die Einzelteile des ursprünglichen Textfelds.

Sie haben nun die Möglichkeit, den Start- und Endpunkt dieser aufgeteilten Textboxen selbst zu bestimmen und können diese Textbox nun beispielsweise mit einem Audio synchronisieren.

Viel Spass dabei!

Hinweis: Dieser Tipp funktioniert in Articulate Storyline 2 und auch in Storyline 360.

Keine Abwärtskompatibilität bei Storyline 360 Dateien

Verfasst von Ralf Baum am Do, 02/16/2017 - 10:39

Gerade eben passiert:

Eine ehemaliger Schulungsteilnehmer ruft mich aufgeregt an und meint, daß sein Storyline 2 nicht mehr richtig funktionieren würde. Seine Kollegen aus New York hätten ihm Storyline 2 - Dateien geschickt, aber er könne die Dateien nicht öffnen. Es würde immer folgende Fehlermeldung erscheinen:

Dieses Projekt kann nicht geöffnet werden. Es wurde in einer neueren Version von Storyline erstellt.

Er habe aber alle Updates gemacht, daher wäre es ihm ein Rätsel, warum das nicht funktionieren würde.

Als ich den Begriff "neuere Version" höre, habe ich sofort eine Vermutung. Sollte da Storyline 360 im Spiel gewesen sein? Nach zwei kurzen Rückfragen ist alles klar: Die Kollegen hatten ihm Dateien zugeschickt, die sie mit Storyline 360 aus der E-Learning-Suite Articulate 360 erstellt hatten. Diese *.story - Datei ist nicht abwärtskompatibel. Daher hier nochmal die zwei Regeln für den kollegialen Austausch von Source-Dateien:

Storyline 2 - Dateien können in Storyline 360 geöffnet und weiterverwendet werden.

Storyline 360 - Dateien können nicht mit Storyline 2 bearbeitet werden.

In diesem Falle konnte ich dem Mann nur empfehlen, sich die Articulate 360 - Lizenz zuzulegen, denn die Source-Dateien von Rapid E-Learning-Programmen sind nur selten abwärtskompatibel.

Einsatzpunkte bei Articulate Storyline

Verfasst von Ralf Baum am Mo, 02/13/2017 - 07:29

Was versteht man unter dem Terminus "Einsatzpunkte" bei Articulate Storyline und wie kann ich diese Einsatzpunkte (englisch = cue points) am sinnvollsten in meinen E-Learning Modulen verwenden?

Einsatzpunkte sind in erster Linie Markierungen, die Sie auf Ihrer Zeitleiste setzen können, um schneller und einfacher arbeiten zu können.

Verwendung:

- Schnelles Synchronisieren

Sie haben einzelne Elemente, die sich zu einem bestimmten Punkt in der Zeitleiste einblenden sollen. Dann kann ich Ihnen folgendes empfehlen: Spielen Sie das eingefügte Audio in der Zeitleiste ab und wenn Sie ein Element einblenden wollen, drücken Sie auf der Tastatur auf die "c"-Taste. So setzen Sie automatisch einen Einsatzpunkt. (Merkhilfe: c wie CuePoint) Jetzt können Sie nachträglich die Elemente auf die richtige Position händisch anpassen und müssen nicht jedesmal wieder das Audio anhören, weil Sie schnell erkennen können, wo das Audio beginnt.

- Anpassen von mehreren Elementen in Zeitleiste

Wenn Sie beispielweise zum selben Zeitpunkt eine Grafik, einen Charakter und eine Textbox einblenden wollen, dann hilft auch ein Einsatzpunkt. Sie markieren die drei Elemente und drücken anschließend die rechte Maustaste. Im aufgeklappten Menü wählen Sie "An Einsatzpunkt ausrichten" aus und beobachten Sie, was passiert. Alle drei Elemente werden nun punktgenau an diesem Einsatzpunkt starten. Das erspart bei längeren Audios auf alle Fälle einiges an (recht überflüssiger) "Feinpfrickelarbeit".

Wenn Sie mehrere Einsatzpunkte verwenden, müssen Sie nur aufpassen, daß Sie den richtigen Einsatzpunkt auswählen. Dank der fortlaufenden Nummerierung sollte der gewünschte Punkt einfach identifizierbar sein.

Fazit:
Bei Folien mit längeren Audios oder besonders vielen Elementen, ist es sehr hilfreich diese Einsatzpunkte zu setzen. Sie können bei sinnvollem Einsatz einiges an Zeit (und Nerven) sparen.

@Zeichen funktioniert nicht bei Storyline - Texteingabefeld?

Verfasst von Ralf Baum am Fr, 01/27/2017 - 12:35

Kennen Sie folgende Situation?

Sie haben erfolgreich bei Articulate Storyline 2 ein Texteingabefeld (englisch: text entry box) eingefügt und möchten dort eine Emailadresse eintragen lassen. Sie sind sich sicher, daß Sie alles richtig gemacht haben und starten die Vorschau der Folie. Aber beim Testen stellt sich heraus, dass beim Eintragen der Emailadresse das at-Zeichen (@) nicht eingetragen wird.

„Muss ich dann mein Projekt umstellen.“

Nein, keine Sorge. Das ist nur der Vorschaumodus. Publizieren Sie das ganze Projekt und versuchen Sie es noch mal. Sie werden sehen, dass in der gepublishten Version das at-Zeichen funktioniert.

Was bedeutet der relative Startpunkt bei Articulate Storyline?

Verfasst von Ralf Baum am Mi, 01/18/2017 - 10:54

Wenn Sie regelmäßig Animationspfade bei Articulate Storyline 2 einfügen, dann sind Sie bestimmt schon unter Pfadoptionen auf den Menüpunkt „Relativer Startpunkt“ gestoßen. Vielleicht haben Sie diese Funktion auch schon mal ausprobiert, aber vielleicht haben Sie irgendwie gar keinen Unterschied gesehen.

Nein, Sie müssen sich keinesfalls ertappt vorkommen. Die Funktion erklärt sich nicht von alleine; auch wenn Sie die Animation einmal testen, dann werden Sie zuerst keinen Unterschied feststellen.
Fangen wir also am besten mal ganz von vorne an.

Die Standardeinstellung für Animationspfade ist ein „Absoluter Startpunkt“. Das bedeutet, dass wenn Sie einen Animationspfad einfügen, und diesen mittels eines Triggers z.B. per Mausklick auslösen, dann beginnt bei der zweiten Triggeraktion die Animation wieder an Ihrer Ausgangsposition. Sie haben also die Möglichkeit, die Animation beliebig oft auszulösen.

Probieren Sie es doch mal auf dem Modul unten selbst aus.

Wenn Sie unter den Pfadoptionen den Menüpunkt ausgewählt haben, dann befindet sich an unterster Stelle die Option „Relativer Startpunkt“. Wenn jetzt mittels einer Triggeraktion eine Animation ausgelöst wird, sieht man bei der ersten Aktion nichts, aber mit dem zweiten Mausklick wird der Unterschied sichtbar. Das animierte Objekt kehrt nicht mehr zum Ursprungsort zurück, sondern bewegt sich mit jedem Klick weiter in Animationsausrichtung.

Probieren Sie es auch selbst aus.

Tip: Wenn Sie die Option „Relativer Startpunkt“ verwenden, dann sollten mittels einer Variable die Anzahl der Aktionen begrenzen. Ansonsten verschwindet Ihr Objekt von der Bühne. Falls Sie das nicht glauben, testen Sie es mal mit der obenstehenden Animation.

Verwendungszweck dieser Animationspfadoption: Gut geeignet für Gameificationansätze, wenn z.B. ein Spielfigur bewegt werden soll.

Sichtbarer Unterschied:
Der gelbe Pfeil bedeutet „Relativer Startpunkt“.

Der grüne Pfeil bedeutet „Absoluter Startpunkt“, was der Standardeinstellung entspricht.

Mein Besuch auf dem 4.Articulate Community Event in Hamburg - #ACEHAM16

Verfasst von Ralf Baum am Mo, 03/14/2016 - 15:55


Beim vierten Articulate Community Event in Deutschland machten die regionalen Ableger der E-Learning Heroes Halt in der Hansestadt Hamburg. Als Location fungierte das Gymnasium Lohbrügge im Hamburger Stadtteil Bergedorf. Am ersten Tag konnte ich aufgrund von anderen Verpflichtungen nicht teilnehmen. Umso grösser also meine Vorfreude auf den zweiten Tag der Veranstaltung.

Auf die Minute pünktlich startete die Veranstaltung mit einer Begrüßung durch die Veranstalterin – Community Managerin Nicola Appel.

Den ersten Vortrag "Volle Kraft voraus: Wie E-Learning in Rekordzeit gelingen kann" präsentierte Matthias Kollmitzer von Learnchamp aus Österreich. Hier wurde skizziert, wie seine Firma binnen kurzer Zeit ein großes E-Learning-Projekt für Viking Cruise stemmte.

Wesentlich technik-lastiger war dann der zweite Vortrag "Interaktive Lernvideos mit Articulate Storyline erstellen" von Inga Ivanovska von MED EL. Besonders interessant hierbei ihre Tipps zu Filmaufnahmen, wie z.B. Personen von der Seite in einem Winkel von höchstens 30° zu filmen, um beide Augen bei der Aufzeichnung zu sehen.

Die Session "Entwicklung einer konditionellen Navigation" stand dann als dritter Vortrag auf der Agenda und kam von Heiko Steffen, Site System Trainer bei der Tankstellen Support GmbH. Es wurde ein Problem vorgestellt und anschließend ging es mit vereinten Kräften des Publikums an die Lösung.

Nach dem Mittagessen gab es ein Novum in der Geschichte der Articulate Community Events in Deutschland: Ein Spontanvortrag von Marc Jez zum Thema "Änderungen in html und css bei bereits veröffentlichten Dateien". Man kann nachträglich ziemlich viel am Output ändern, so beispielsweise das Inhaltsverzeichnis farblich komplett neu gestalten. Das war sehr spannend, aber trotzdem bleibt ein kleiner Wermutstropfen: Wenn man mühevoll in html das Lernmodul geändert hat, aber es später im Dokument noch zu einer Änderung kommt, dann besteht die Gefahr, dass (Sie ahnen es schon) die ganze Arbeit noch mal gemacht werden muss.

Anschließend vertiefte Nicola Appel abermals das Thema Variablen und Trigger. Sie zeigte wie man ein Training personalisiert. Es wurden beispielsweise eine Textvariable zur Begrüßung des Lerners und eine Avatar-Auswahl vorgestellt.

Und zu guter Letzt mein eigener Vortrag "DalliKlick, Memory und Jeopardy - Lerninteraktionen selber bauen" für erfahrene User. Die Teilnehmer schienen sehr interessiert – ich hoffe, er hat ihnen gefallen und konnte sie inspirieren.

Fazit: Eine gelungene Veranstaltung, die hervorragend organisiert war. Mein persönlicher Dank gilt deshalb Nicola Appel, die abermals eine interessante Veranstaltung auf die Beine gestellt hat. Sowohl für Anfänger als auch für Profis war etwas geboten. Ebenfalls ein großes Dankeschön an den Schulleiter Michael Koops, der die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hatte. Ich persönlich bin schon gespannt, wo das nächste Event stattfinden wird.

Ergebnisvariablen runden in Articulate Storyline

Verfasst von Ralf Baum am Di, 01/19/2016 - 08:31

Articulate Storyline 2 ist ein Programm, was sehr genau arbeitet. Das ist eine feine Sache, aber wenn es um die Resultatsfolie geht, dann arbeitet Storyline etwas zu genau. Es wird auf der Ergebnisfolie das erreichte Ergebnis bis zur zweiten Dezimalzahl ausgegeben. Das ist natürlich korrekt, aber mal ganz ehrlich: Erreichte Punktzahl: 51,51% Das sieht eher unglücklich aus.Da stellt sich die Frage: Gibt es eine Möglichkeit, diesen Wert zu runden?

Hierfür gibt es eine einfache Lösung. Auf der Ergebnisfolie finden wir die Variable %Results.ScorePercent%. Hier wird der Wert mit den 2 Dezimalstellen angezeigt.

Diese Variable heisst: %Results.ScorePercent%

Jetzt kann diese Variable nicht abgeändert werden, aber es gibt eine andere Möglichkeit:

Als erstes erstellen wir eine eigene Variable. In meinem Beispiel nenne ich diese Variable: "gerundetes Ergebnis"

Im nächsten Schritt setzen wir die Variable unserem ungerundeten Ergebnis gleich.

Articulate Storyline 2 rechnet die Ergebnisse bis in die siebte Dezimalstelle aus und beginnt dann selbstständig zu runden.
Das heisst für uns Nutzer, wir müssen das Ergebnis mit einer Zahl mit 7 Nullen dividieren, um diesen Rundungseffekt auszulösen. Anschließend multiplizieren wir unsere Variable wieder mit derselben Zahl mit 7 Nullen.

Das sieht dann folgendermaßen aus:

Das ist das Dividieren.

Das ist das Multiplizieren.

Jetzt die gute Nachricht: Das war es schon fast. Jetzt müssen Sie in der Anzeige der Ergebnisfolie nur noch im Ergebnistextfeld die ungerundete Variable %Results.ScorePercent% durch die neue Variable %gerundetes Ergebnis% ersetzen und schon haben Sie auf der Ergebnisfolie den gerundeten Wert.